Nailart Stamping – filigrane Designs in Minuten
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Du kennst das sicher aus dem Studioalltag: Kundinnen wünschen sich feine Ornamente, perfekte Linien oder detailreiche Muster, aber die Zeit ist knapp. Genau hier kommt Nailart Stamping ins Spiel. Mit der richtigen Technik zauberst du selbst komplexe Designs in wenigen Minuten auf den Nagel – sauber, wiederholbar und absolut studiofähig.
In diesem Beitrag bekommst du einen strukturierten Überblick: Was ist Stamping genau, welches Zubehör brauchst du, wie funktioniert die Technik Schritt für Schritt und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest.






Was ist Nailart Stamping eigentlich?
Beim Stamping wird ein Motiv von einer Metallplatte mit eingraviertem Muster auf einen Stempel übertragen und anschließend auf den Nagel „abgerollt“. Dadurch entstehen extrem präzise Designs – von filigranen Blumen bis zu geometrischen Mustern oder saisonalen Motiven.
Der große Vorteil:
Du musst nicht freihändig malen. Selbst sehr feine Linien gelingen absolut gleichmäßig. Für dich als Studio oder für ambitionierte DIY-Anwenderinnen bedeutet das eine enorme Zeitersparnis bei gleichzeitig professionellem Ergebnis.
Welches Zubehör brauchst du für perfektes Stamping?
Für ein sauberes Ergebnis brauchst du keine riesige Ausstattung, aber die Qualität der Produkte entscheidet über Frust oder Freude.
Grundausstattung:
Stamping Platte mit eingravierten Motiven
Scraper zum Abziehen des Lacks
Spezieller Stamping-Lack (auch das Stempeln mit Fabgel oder UV Nagellack ist möglich - dazu wird jedoch ein Lichthärtungsrät benötigt)
Cleaner und fusselfreie Pads
Top Coat zum Versiegeln
Gerade bei stark pigmentierten Farben lohnt sich ein hochwertiger Lack. Die Pigmentierung sorgt dafür, dass das Motiv vollständig aus der Gravur aufgenommen wird und später deckend auf dem Nagel erscheint. Wir empfehlen Dir daher unseren PRO Stampinglack, der zudem über eine verzögerte Trockenzeit verfügt und somit gut anzuwenden ist.
Schritt-für-Schritt Anleitung für Nailart Stamping
1. Vorbereitung des Nagels
Der Nagel sollte vollständig aufgebaut und versiegelt sein, wenn du auf Gel oder UV-Lack arbeitest. Entferne die Schwitzschicht, damit das Motiv später sauber haftet.
2. Platte vorbereiten
Reinige die Stamping Platte gründlich mit Cleaner. Rückstände von alten Designs verhindern eine saubere Übertragung.
3. Lack auftragen und abziehen
Trage den Stamping-Lack großzügig auf das gewünschte Motiv auf. Ziehe den Lack mit dem Scraper in einem zügigen, gleichmäßigen Winkel ab. Hier ist Geschwindigkeit wichtig – der Lack darf nicht antrocknen.
4. Motiv aufnehmen
Rolle den Stempel sanft über das Motiv. Nicht drücken, sondern wirklich rollen. So wird das Design gleichmäßig aufgenommen.
5. Auf den Nagel übertragen
Nun rollst du den Stempel über den Nagel. Achte darauf, dass du in einer fließenden Bewegung arbeitest. Je ruhiger du bleibst, desto präziser wird das Ergebnis.
6. Versiegeln
Zum Schluss wird das Design mit einem Top Coat versiegelt. Achte darauf, den Pinsel nicht zu stark aufzusetzen, damit du das Motiv nicht verschmierst.
Typische Fehler beim Stamping – und wie du sie vermeidest
Gerade am Anfang treten oft die gleichen Probleme auf. Mit ein paar Anpassungen bekommst du das schnell in den Griff.
Motiv wird nicht vollständig aufgenommen
Oft liegt es am Stempel. Das Kissen kann Rückstände von der Produktion aufweisen. Entnimm daher das Kissen vor der ersten Anwendung und reinige es gründlich und vorsichtig mit etwas Spülmittel und Wasser und mögliche Reste zu entfernen. Manchmal liegt es auch am Lack. Ist er nicht pigmentiert genug oder zu dünnflüssig, bleibt das Motiv in der Gravur. Verwende spezielle Stamping-Lacke oder sehr hochpigmentierte Farben.
Motiv wirkt lückenhaft auf dem Nagel
Hier wird meist zu stark gedrückt. Beim Stamping geht es ums Rollen, nicht ums Pressen.
Design verschmiert beim Versiegeln
Arbeite mit einem leicht schwebenden Auftrag des Top Coats oder verwende einen speziellen Stamping-Top-Coat, der weniger anlöst.
Da das Stempelkissen sehr empfindlich ist, empfehle ich zur Reinigung die Verwendung eines Klebestreifens oder einer Fusselrolle. Durch Nagellackentferner o. ä. kann das Stempelkissen beschädigt werden.
Für wen eignet sich Nailart Stamping?
Stamping ist perfekt für:
Studios mit hohem Kundendurchlauf
Einsteigerinnen, die filigrane Designs möchten
Saisonale Nailart wie Weihnachten, Valentinstag oder Sommermotive
Serien-Designs, wenn mehrere Nägel identisch gestaltet werden sollen
Gerade im Studio kannst du mit Stamping Zusatzleistungen anbieten, ohne deine Behandlungszeit massiv zu verlängern. Das steigert nicht nur die Effizienz, sondern auch deinen Umsatz pro Termin.
Trendideen mit Stamping
Stamping ist längst nicht mehr nur schwarz auf weiß. Aktuelle Trends zeigen, wie vielseitig die Technik ist:
Metallic-Motive auf Nude
Weißes Stamping auf Babyboomer
Ton-in-Ton Designs mit mattem Finish
Layering: Zwei Motive übereinander für mehr Tiefe
French-Spitzen mit feinem Spitzenmuster
Hier kannst du wunderbar mit Cat-Eye, Chrome oder Glitter kombinieren und deinen Looks eine neue Dimension geben.
Warum Stamping auch im Premium-Segment funktioniert
Viele denken, Stamping sei nur eine schnelle Lösung. Tatsächlich kannst du damit sehr hochwertige Looks kreieren. Entscheidend sind:
saubere Vorbereitung
hochwertige, pigmentierte Farben
präzises Arbeiten
professionelle Versiegelung
Wenn alles stimmig ist, erkennt niemand, dass das Design gestempelt wurde – es wirkt wie handgemalt.
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